Spanisches Gesundheitsministerium: Förderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen landesweit
Über 46 Millionen Bürger durch interoperable digitale Gesundheitssysteme und einen verbesserten Zugang zur Versorgung bei seltenen Krankheiten stärken.

Das spanische Gesundheitsministerium ist die Regierungsbehörde, die für den Schutz des öffentlichen Gesundheitssystems des Landes sowie für die Entwicklung nationaler Strategien in den Bereichen Gesundheitsplanung, Gesundheitsversorgung und digitale Gesundheitsdienste zuständig ist.
Innerhalb dieser Organisation spielt die Generaldirektion für digitale Gesundheit undInformationssysteme eine entscheidende Rolle bei der Förderung technologischer Innovationen, der Integration neuer Technologien und der Gewährleistung der elektronischen Interoperabilität im gesamten Nationalen Gesundheitssystem (SNS) sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
Eine langjährige Partnerschaft mit neuen Herausforderungen
Seit mehr als 15 Jahren vertraut das Ministerium auf Getronics eine Vielzahl wichtiger Initiativen im Bereich der digitalen Gesundheit zu unterstützen. Dazu gehörten die Weiterentwicklung von Systemen zur Bewertung von Arzneimitteln und Technologien sowie die Implementierung von Datenanalyselösungen, um Erkenntnisse aus dem nationalen Gesundheitsinformationsspeicher zu gewinnen.
Im Jahr 2021 legte das Ministerium eine Reihe neuer, ehrgeiziger Ziele fest. Diese umfassten die Weiterentwicklung, Integration und Wartung mehrerer Kernanwendungen des nationalen Gesundheitssystems, wie beispielsweise der individuellen Gesundheitskarte, der interoperablen elektronischen Verschreibung und der digitalen Gesundheitsakte, sowie die Bereitstellung von Support bei Störungen und die Entwicklung neuer Funktionen. Auch weitere Systeme wie der SNS-Terminologieserver, der European eHealth Node, SIFCOWEB, SNSFARMA und das Krankenhausaufenthalts-Indikatorensystem (ICMBD) erforderten Aufmerksamkeit.
Bekämpfung seltener Krankheiten mit UNICAS
Im Jahr 2024 beauftragte das Ministerium Getronics der Entwicklung und Umsetzung von UNICAS, einer nationalen Initiative, die darauf abzielt, die Versorgung von Patienten – insbesondere von Kindern – mit seltenen oder extrem seltenen Erkrankungen grundlegend zu verändern. Diese Erkrankungen betreffen nur eine geringe Anzahl von Patienten, und oft fehlen klare Diagnosen oder Behandlungsmöglichkeiten, was für die betroffenen Familien große logistische und emotionale Herausforderungen mit sich bringt.
Der von Getronics eingerichtete UNICAS-Zentralknoten verbindet 30 Krankenhäuser und Forschungszentren in ganz Spanien. Er ermöglicht Kommunikation in Echtzeit, Telemedizin und Fernüberwachung und unterstützt so medizinisches Fachpersonal bei einer effektiveren Koordination. Entscheidend ist, dass dadurch Wissen und Daten statt Patienten transportiert werden, wodurch unnötige Krankenhausbesuche reduziert und gleichzeitig die Diagnosegenauigkeit sowie die therapeutische Entwicklung verbessert werden.
Eine strategische Architektur für die digitale Gesundheit
Um diese Ziele zu unterstützen, Getronics zwei leistungsstarke Dienstleistungen zur Anwendungsentwicklung für das Ministerium Getronics . Diese Dienstleistungen, die von über 50 Beratern und Entwicklern betreut werden, arbeiten nach einem Service-Level-Agreement-Modell (SLA), um ein breites Ökosystem von Anwendungen weiterzuentwickeln und zu warten, darunter TSI, RESNS, HCDSNS, stSNS, CEF eHDSI, SIFCOWEB und SNSFARMA.
Technologien wie Java EE, Spring Framework, WebLogic, Oracle Service Bus und SOA Suite, Cl@ve, FIRe sowie Oracle iPlanet kommen zum Einsatz, um Flexibilität, Leistung und Sicherheit zu gewährleisten.
Ein wichtiger Meilenstein war die Einführung eines neuen Portals für Krankengeschichten, das es den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens ermöglicht, relevante klinische Informationen sicher auszutauschen, auf die medizinisches Fachpersonal im ganzen Land zugreifen kann – stets mit Zustimmung der Bürger und unter vollständiger Transparenz darüber, wer auf welche Daten zugreift.
Darüber hinaus Getronics den FHIR-Standard eingeführt, um einen modernen, einheitlichen Datenaustausch zwischen den wichtigsten Anwendungen zu gewährleisten.
Konkrete Ergebnisse
Mit Unterstützung Getronicsist es dem Ministerium gelungen, seine nationalen Gesundheitssysteme zu modernisieren und zu integrieren, wodurch nun über 46,7 Millionen Bürger nahtlosen Zugang erhalten. Medizinisches Fachpersonal und Patienten können nun sicher auf Krankenakten zugreifen, unabhängig davon, in welcher Region die Daten erstellt wurden. Dies trägt dazu bei, doppelte Verfahren zu vermeiden und die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten.
Getronics zudem die Integration mit „Citizen’s Folder“erleichtert, einer beliebten App für Bürger, die nun einen vereinfachten Zugriff auf klinische Berichte bietet und so die Transparenz und Benutzerfreundlichkeit verbessert.
Die Infrastruktur verarbeitet mittlerweile jährlich mehr als 600 Millionen Gesundheitsdatenmeldungen, wickelt über 93 Millionen Transaktionen im Zusammenhang mit elektronischen Rezepten ab und ermöglicht täglich mehr als 3.000 Abrufe von Krankengeschichten.


